Die Universität Oxford, die zu den ältesten der Geschichte zählt, will ein Zentrum für Blockchain-Technologieforschung aufbauen.

Blockchain zum Mainstream machen

Laut einer Pressemitteilung, die auf PR Newswire veröffentlicht wurde, hat die Universität eine hochmoderne Forschungseinrichtung geschaffen, die sich der Blockchain-Technologie widmet. Professor Bill Roscoe wird das Forschungszentrum leiten. Professor Roscoe verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in angewandter Kryptographie sowie automatisierter Verifikation. Roscoe kommentierte das Projekt wie folgt:

„Das neue Center konzentriert sich darauf, die Blockchain auf den Mainstream zu bringen. Diese Vision wird durch den Einsatz von Green-Mining-Technologien und die Einbeziehung von Vorschriften durch entsprechende KYC-Richtlinien (Know Your Client) erreicht.“

Mit dem Fokus auf nachhaltige Mininganwendungen wird Professor Roscoe von einer Gruppe von Experten in verschiedenen Fachbereichen unterstützt, die sich mit dem Paradigma der verteilten Ledger-Technologie befassen. Neben „Green Mining“ plant das Team auch, in Bereichen wie Blockchain-Vertrauen, Datenschutz, sowie fairen Austauschprotokollen für Blockchain-basierte Austauschplattformen zu arbeiten.

Die Einrichtung soll Forschungsaktivitäten in vielen verwandten Disziplinen, wie Wirtschaft und Recht, die für die verteilten Ledger-Technologien wichtig sind, einbeziehen. Die Forschung hat bereits bedeutende Fortschritte bei der Lösung einiger der wichtigsten Herausforderungen, denen die Branche gegenübersteht, gemacht. So beispielsweise das Blockchain-Skalierbarkeitsproblem.

Das Blockchain-Skalierbarkeitsproblem

Bitcoin-Blöcke hatten ursprünglich eine Obergrenze von 1 MB oder etwa 2.020 Transaktionen, aber es gibt das Potenzial für eine unendliche Anzahl von Transaktionen, die für jeden Coin gemacht werden und daher in jedem Block aufgezeichnet werden müssen.

Während die Transaktionen weiterlaufen und die Aufzeichnungen wachsen, nehmen die Blockgrößen zu und überschreiten eventuell festgesetzte Grenzen. Obwohl Bitcoin seine Obergrenze pro Block erhöht hat und Ethereum keine feste Obergrenze hat und sich daher viel besser skalieren lässt, stellt dies immer noch Probleme dar: Blöcke werden mit der Verwendung weiterwachsen, und jede Transaktion benötigt mehr Zeit für die Verarbeitung.

Universitäten und Blockchain-Forschung

Die Universität Oxford ist nicht die erste Schule, die sich mit Blockchain-Forschung beschäftigt. Hochschulen stehen schon länger an der Spitze des technologischen Fortschritts. Die Grundlage für die Technologie wurde konzipiert von den erfahrenen Forschern Stuart Haber und W. Scott Stornetta in den frühen 90er Jahren.

Im Juni kündigte die Stanford University die Gründung eines Zentrums für Blockchain-Technologieforschung an. Genau wie die Oxford-Universität wird sich „Stanfords Distributed Ledger Lab“ auf das Verstehen und Verbessern des derzeitigen verteilten Ledger-Paradigmas konzentrieren. Das Zentrum plant, mit namhaften verteilten Technologieinstitutionen wie der Ethereum-Foundation, OmiseGo und Protocol Labs zusammenzuarbeiten, um Probleme wie Datenschutz und die Blockchain-Skalierbarkeit anzugehen.

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